Motivation im System - Welche Motive wirken bei mir?
Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt. Die Triebkraft bzw.
Motivation ist der Motor für unser Handeln. Leicht durchschaubar bei ist das
bei Menschen wie Putin, dessen Motivator "Macht" sich deutlich an
seinem politischen Handeln erkennen lässt. Aber nicht nur Machtstreben treibt
uns an, es gibt andere Motivatoren, die Menschen zu überdurchschnittlichen
Leistungen treiben. Bestes Beispiel ist Usain Bolt, den Leistungs- und
Wettbewerbswille nach vorne getrieben haben. Obwohl er schon alles erreicht
hat, stellt er sich immer wieder dem Wettbewerb. Es gibt aber auch Mischformen
der Motivation, wenn verschiedene Motivatoren zusammenkommen wie bei Ferdinand
Piech, der nicht nur ein Machmensch sondern auch ein Leistungsmensch ist. Weitere
Formen der Motivation können zum Beispiel "Beziehung" oder "Sicherheit"
sein. Wer Beziehung als Motivator hat, sucht z.B. Menschen zu helfen (wie Mutter
Teresa). Motive unseres Handelns sind aber nicht immer nur auf ein Motiv beschränkt und sie können sich im Laufe der Zeit oder der Lebenssituation verändern. Wer am Anfang seiner Karriere steht "tickt" anders als jemand der Familie hat und relativ gut beruflich gefestigt ist.
Was hat man nun davon, wenn man weiß, was Menschen antreibt? Man kann das durchaus nutzen, zum Beispiel bei Verhandlungen, bei Personalgesprächen und vor allem dann, wenn in Organisationen nichts mehr weiter geht. Motivation (oder Demotivation) kann sich festfahren wie ein Kreis mit Raupen, bei der sinnbildlich eine Raupe der anderen nachläuft, bis die erste Raupe die letzte Raupe erreicht hat. Alle laufen hintereinander her, finden keine neue Nahrung und verhungern. Wenn so eine Situation in einem Unternehmen auftritt und sich alle im "Opferstatus" befinden, ist das alles andere als gut. Zur Lösung werden oft Externe hinzugezogen, um den Kreis zur durchbrechen. Solche Situationen sind insbesondere bei organisatorischen Änderungen zu beobachten, wenn die "Sicherheitsmotive" von Mitarbeiter/-innen berührt werden. Alles lassen wie es war geht nicht und gegen Veränderung wehrt man sich, wenn auch meist nur innerlich.
Insgesamt ein spannendes Thema, das vom Referenten Harald Hofmann den Teilnehmer/-innen interessant dargeboten wurde. Es blieb genügend Zeit für Fragen und Diskussionen und auf jeden Fall ein kurzer Einstieg in eine komplexe Thematik, die letztlich jeden und jede von uns berührt.