Young Professionals - Lieferantenmanagement
Und in der Tat lässt sich mit Lieferantenmangement eine Menge im Einkauf bewegen. Und unterm Strich lohnt es sich, trotz des Aufwandes, der vor allem am Anfang dahinter steht.
Aber was ist eigentlich "Lieferantenmanagement"? Im Prinzip versteht man darunter die systematische Steuerung der Beziehung eines Unternehmens zu seinen Lieferanten. Und was ist das Ziel? H.Wannewetsch hat es sinngemäß so definiert: Es geht darum, eine genügende Anzahl leistungsfähiger Versorgungsquellen von dauerhafter Existenz und Lieferbereitschaft zu erschließen, bzw. zu erhalten.
Vier Bausteine bilden den Kern des Lieferantenmanagements: 1. Lieferantenauswahl/Qualifizierung, 2. Lieferantenbewertung, 3. Klassifizierung von Lieferanten, 4. Lieferantenentwicklung.
Diese Bausteine sind in den meisten Unternehmen gleich. Sie unterscheiden sich in der Ausprägung und vor allem in der Software, die auf die jeweilige Branche abgestimmt ist. Jeder fängt mal klein an, heißt es. Wer noch nicht über eine Software verfügt, kann sich auch mit Excel behelfen. Aber jeder, der das einmal gemacht hat, weiß, wie schnell man damit an seine Grenzen kommt und welchen Zeitaufwand es bedeutet, will man alle Daten von mehreren Lieferanten manuell einpflegen und vergleichen.
Crossfunktionale Zusammenarbeit ist ein Stichwort, wenn es um Lieferantenauswahl und -bewertung geht. Es ist in jedem Fall sinvoll Kollegen/Kolleginnen mit ins Boot zu nehmen, um die richtigen Lieferanten zu finden und in der Folge zu bewerten. Bei der Lieferantenbewertung geht es vor allem um die Bewertung folgender Kriterien:Einkauf, Logistik, Technologie/Prozesse, Qualität. Die Parameter unterhalb der Hauptthemen lassen sich beliebig erweitern und auf die Branche spezifisch ausarbeiten. Hat man alle Kriterien vom Lieferanten erfasst, folgt anschließend das Gespräch mit dem Lieferanten über die Ergebnisse. Der zu erstellenden Aktionsplan sollte das Resultat des Gespräches sein. Damit hat man eine Basis, wie man die Zusammenarbeit optimieren kann. Am besten, der Plan enthält messbare Ziele mit Zeitfenster, damit man auch kontrollieren kann, ob sich etwas verbessert.
Abschließend kam Uwe Hetzel noch auf die Lieferantenentwicklung zu sprechen, dabei spielt der effiziente Beschaffungsprozess ebenso eine Rolle, wie das Ausschöpfen von Marktpotentialen.
Nach dem Referat blieb noch genügend Zeit für Fragen und Diskussion. Fazit: Guter Einstieg in die Thematik, praxisnah und von einem Referenten vermittelt, der von sich selbst sagt: "Nichts gelernt, außer Einkauf"