BME-Region Darmstadt

17.07.2014

Motivieren ohne Geld - Ansprache unterschiedlicher Motivtypen

Motivieren ohne Geld. Kein einfaches Thema und spannend für jeden, der Personalverantwortung hat. Harald Hofmann (Institut für angewandte Betriebspädagogik), der Referent der Veranstaltung, gab zunächst einen Überblick darüber, welche Motivtypen es gibt. Man kann unter vier Typen unterscheiden, die an ihren Motiven zu identifizieren sind:

  • Machtmotiv-da geht es vor allem um Einfluss nehmen, Wissen und Können weitergeben, Kontrolle gewinnen, Verantwortung übernehmen, Aufgaben verteilen, führen und anleiten, Streben nach Freiheit, Autonomie und Status etc.
  • Leistungsmotiv - das sind vor allem Mitarbeiter/-Innen, die ihre Kompetenzen und Fähigkeiten erweitern wollen, dazu gehören Aufgaben und Probleme lösen, 
    den Anforderungen genügen, neue Erfahrungen sammeln und Aktivitäten starten, Herausforderungen suchen und Prüfungen bestehen wollen.
  • Beziehungsmotiv-unter anderem zu erkennen an, soziale Kontakte aufbauen und pflegen, Einsamkeit und Distanz überwinden, auf andere Zugehen, Schutz, 
    Nähe und Geborgenheit finden, Konflikte austragen und lösen etc.
  • Sicherheitsmotiv-Streben nach innerer und äußerer Sicherheit, Konstanz und Beharrlichkeit zeigen, stabil sein, Neuem skeptisch oder ablehnend gegenüber stehen,
    Gefahren und Risiken aus dem Weg gehen usw.

Natürlich ist es nicht immer ganz leicht, sofort dem Mitarbeiter/der Mitarbeiterin das richtige Motiv zuzuordnen, weil es auch Überlagerungen von mehreren Motiven geben kann. In vielen Fällen erkennt man aber nach längerer Zusammenarbeit mit einem Mitarbeiter/-In, welche Motive ihn oder sie antreiben. 

Interessant wurde dann auch die Diskussion, wie man denn am besten mit den einzelnen Typen umgeht, wie der Zugang zu ihnen zu finden ist, und wie man sie motiviert. Praktische Beispiele, teilweise von den Teilnehmern selbst, mit interessanten Diskussionen rundeten die Veranstaltung ab. Eine kurzweilige und lehrreiche Veranstaltung, die nicht nur den Teilnehmer/-Innen Spaß gemacht hat.

Nach so viel Motivationstheorie hat sich nach dieser Veranstaltung bestimmt der eine oder andere gefragt:

Zu welchem Motivtyp gehöre ich wohl? 


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